99takes
Simulationsstudie

B2B-Landingpage-Studie: was 37 simulierte Personas bei Demo, Headline und Angebot wählen

Wir haben drei Entscheidungen, die auf vielen B2B-Landingpages anstehen, mit fünf fertigen Zielgruppen von 99takes durchgespielt: Demo oder Testzugang, Schmerz oder Ergebnis in der Headline, Erstgespräch oder Rechner als Angebot. Das sind 15 Vergleiche, jeweils mit nur einem Unterschied zwischen zwei Fassungen. Das ist eine Simulation, keine Marktmessung. Hier stehen alle Zahlen, die getesteten Texte und was die Studie nicht zeigt.

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Stand:

So ist die Studie aufgebaut

Für jede der fünf fertigen B2B-Zielgruppen von 99takes haben wir ein passendes Software-Angebot erfunden und einen kurzen Einstieg geschrieben. Er besteht aus Headline, Subline, einem Satz zu Technik oder Konditionen und einem Knopf. Jeder Vergleich ändert genau eine Sache. Jede Persona liest beide Fassungen unter ihrem eigenen Job (1:1), das Urteil folgt dem Kern der Zielgruppe, der Rand steht getrennt. Je Vergleich lief ein Run, ohne Wiederholung. Zusammen hat die Studie 174 Credits gekostet.

Fertige ZielgruppePersonas (Kern, Rand)Erfundenes AngebotBesucher kommen über
Arztpraxen mit eigener Praxis7 (5, 2)Online-Terminbuchung für ArztpraxenSuche „online terminbuchung arztpraxis“
B2B-Software im Mittelstand7 (5, 2)Vertragsmanagement für den MittelstandSuche „vertragsmanagement software“
Softwarekauf in kleinen Unternehmen7 (5, 2)Zeiterfassung und Rechnungen für kleine BetriebeSuche „zeiterfassung und rechnung kleiner betrieb“
Enterprise-Software-Kaufgremium9 (7, 2)Lieferantenmanagement für KonzerneSuche „lieferantenmanagement software“
Industrie und Fertigung im Mittelstand7 (5, 2)Instandhaltungssoftware für ProduktionsbetriebeSuche „instandhaltungssoftware“

Frage 1: „Demo vereinbaren“ oder „Kostenlos testen“?

Beide Fassungen identisch, nur der Knopf verschieden.

ZielgruppeKern: Testzugang : DemoMittlere Bewertung im Kern (0–10)Würden nicht weitergehen (Testzugang / Demo)Ergebnis
Kleine Unternehmen5 : 05,3 / 4,50 von 7 / 4 von 7Testzugang
Mittelstand-Software4 : 14,3 / 3,91 von 7 / 2 von 7Testzugang
Arztpraxen2 : 34,0 / 4,00 von 7 / 4 von 7gleichauf
Industrie2 : 33,8 / 3,93 von 7 / 2 von 7zu knapp für ein Urteil
Konzern-Kaufgremium2 : 53,3 / 3,55 von 9 / 3 von 9Demo

Die Begründungen der simulierten Personas, sinngemäß: In kleinen Betrieben und bei Admins im Mittelstand hieß „Demo vereinbaren“ Verkaufsgespräch vor dem Preis; selbst ausprobieren hieß Kontrolle behalten. Im Konzern sahen Informationssicherheit, Datenschutz, Architektur und Betriebsrat einen freien Testzugang als Einfallstor für ungeprüfte Daten und Schatten-IT. Wer nicht entscheidet (die Fachangestellte am Empfang, Key-User), lehnte die Demo eher als „nicht meine Rolle“ ab.

Das passt zu der Unterscheidung im Ratgeber Demo oder kostenlos testen: Testzugang, wo eine Person allein anfangen kann, Demo, wo ein Gremium prüft.

Frage 2: Schmerz oder Ergebnis in der Headline?

Subline, Text und Knopf gleich (der Knopf jeweils wie bei Frage 1 vorn), nur die Headline verschieden.

ZielgruppeKern: Schmerz : ErgebnisMittlere Bewertung im Kern (0–10)Würden nicht weitergehen (Schmerz / Ergebnis)
Arztpraxen5 : 06,3 / 4,60 von 7 / 4 von 7
Mittelstand-Software5 : 05,2 / 3,91 von 7 / 4 von 7
Kleine Unternehmen5 : 06,6 / 5,31 von 7 / 1 von 7
Konzern-Kaufgremium7 : 04,8 / 3,52 von 9 / 8 von 9
Industrie4 : 15,8 / 4,61 von 7 / 5 von 7

Wichtige Einschränkung: Die Ergebnis-Headlines waren allgemein formuliert („Jede Frist im Blick und jeder Vertrag sofort gefunden“), und die Personas nannten sie austauschbar. Die Studie zeigt also, dass ein konkret benannter Alltagsschmerz eine austauschbare Ergebnis-Headline schlägt. Ob er auch ein konkretes, belegtes Ergebnis schlägt, zeigt sie nicht. Die einzige Persona, die das Ergebnis vorzog, war die Qualitätsleitung in der Industrie: „jede Störung dokumentiert“ traf ihren Nachweisbedarf.

Mehr zu Angles: Angles auf Landingpages.

Frage 3: Erstgespräch oder Rechner als Angebot?

Der Einstieg blieb gleich, darunter standen ein Satz zum Angebot und der passende Knopf. Die eine Fassung bot ein Erstgespräch an („Kostenloses Erstgespräch: In 20 Minuten klären wir, ob es zu euch passt“). Die andere bot einen Rechner an („In drei Minuten ausrechnen, was … kostet“), beim Konzern eine Selbsteinschätzung („In fünf Minuten prüfen, wo eure Lieferantenprüfung heute Lücken hat“).

ZielgruppeKern: Erstgespräch : RechnerMittlere Bewertung im Kern (0–10)Würden nicht weitergehen (Erstgespräch / Rechner)Ergebnis
Arztpraxen1 : 44,0 / 4,95 von 7 / 0 von 7Rechner
Mittelstand-Software1 : 43,7 / 4,34 von 7 / 2 von 7Rechner
Kleine Unternehmen1 : 44,7 / 5,44 von 7 / 1 von 7Rechner
Konzern-Kaufgremium1 : 63,2 / 3,86 von 9 / 1 von 9Selbsteinschätzung
Industrie2 : 33,9 / 4,73 von 7 / 2 von 7zu knapp für ein Urteil

Sinngemäß: Ein Erstgespräch war für die meisten ein Verkaufsgespräch ohne Preis. Der Rechner galt als unverbindlich und lieferte eine Zahl, die man Vorgesetzten zeigen kann. Wer das Erstgespräch vorzog, wollte meist eigene Fachfragen loswerden, unter anderem IT-Leitung, Qualitätsleitung, Betriebsrat und der IT-Betreuer kleiner Firmen.

Einschränkung: Der Rechner fragte in der Studie keine Kontaktdaten ab. Mehrere Personas sagten, sie würden abbrechen, sobald E-Mail oder Telefon verlangt werden. Mehr: Lead-Gen-Angebote.

Was sich durch alle fünf Zielgruppen zieht

  • In jeder Zielgruppe nannten simulierte Personas den fehlenden Preis als Einwand: Sie wussten nicht, was es kostet und was später dazukommt.
  • Rollen ohne Entscheidung lehnten Termine ab, weil sie sie nicht vereinbaren dürfen. Sie griffen eher zu Schritten, die sie allein gehen und weiterreichen können.
  • Prüfer im Konzern (Sicherheit, Datenschutz, Betriebsrat) wollten vor jedem Schritt Unterlagen sehen, etwa zu Auftragsverarbeitung, technischen Maßnahmen und Protokollierung.
  • Viele Ja-Stimmen brachte keine Fassung. Auf die Frage, ob sie den nächsten Schritt gehen würden, sagten in allen 15 Vergleichen höchstens 3 Personas je Fassung „ja“. Kurze Einstiege ohne Preis und Belege tragen allein nicht weit.

Was diese Studie nicht zeigt

  • Keine Marktmessung. Die Personas sind simuliert. Wie oft diese Jurys mit Marktergebnissen übereinstimmen, misst 99takes als Trefferquote je Jury. Für diese Zielgruppen ist sie noch nicht veröffentlicht, weil es weniger als zehn entscheidbare Ergebnisse gibt.
  • Kleine Jurys, ein Run. 7 bis 9 Personas je Zielgruppe und kein wiederholter Run. Knappe Ergebnisse (Arztpraxen bei Frage 1, Industrie bei Frage 1 und 3) sind als solche markiert.
  • Erfundene, kurze Einstiege. Keine echte Marke, keine ganze Seite, keine Gestaltung. Auf einer echten Seite mit Preis, Belegen und Bildern kann es anders ausgehen.
  • Eine Formulierung je Variante. Andere Formulierungen derselben Idee können anders abschneiden, siehe die Einschränkung bei Frage 2.
  • Nur B2B, nur deutschsprachig. Für Privatkunden und andere Märkte sagt die Studie nichts.

Die getesteten Texte

Je Zielgruppe der gemeinsame Einstieg (Headline und Subline) sowie die Varianten. Bei Frage 2 stand die Kategorie-Headline als Anfang der Subline.

ZielgruppeHeadline und SublineSchmerz-HeadlineErgebnis-HeadlineRechner
ArztpraxenOnline-Terminbuchung für Arztpraxen. Patientinnen und Patienten buchen, verschieben und sagen Termine selbst online ab, rund um die Uhr. Die Termine landen direkt im Praxiskalender, mit Erinnerung per SMS.Das Telefon blockiert die Anmeldung, und leere Termine bleiben trotzdemEine ruhige Anmeldung und weniger ausgefallene TermineAusfall-Rechner: was ausgefallene Termine eure Praxis im Monat kosten
Mittelstand-SoftwareVertragsmanagement für den Mittelstand. Alle Verträge an einem Ort, mit Fristen, Zuständigen und Erinnerung, bevor eine Kündigungsfrist abläuft. Freigaben laufen im System statt per E-Mail.Verpasste Kündigungsfristen kosten Geld, und niemand weiß, wo der Vertrag liegtJede Frist im Blick und jeder Vertrag sofort gefundenFristen-Rechner: was verpasste Fristen und Suchzeiten euch im Jahr kosten
Kleine UnternehmenZeiterfassung und Rechnungen für kleine Betriebe. Stunden per App auf der Baustelle oder im Büro erfassen, daraus mit einem Klick die Rechnung schreiben. Der Export an die Steuerkanzlei läuft ohne Nachtippen.Abends Stundenzettel abtippen statt FeierabendStunden erfasst, Rechnung geschrieben, pünktlich FeierabendZeit-Rechner: wie viele Stunden Büroarbeit ihr im Monat sparen könnt
Konzern-KaufgremiumLieferantenmanagement für Konzerne. Lieferanten zentral bewerten, Risiken und Nachweise laufend überwachen und Pflichten aus dem Lieferkettengesetz dokumentieren. Einkauf, Compliance und Fachbereiche arbeiten im selben System.Lieferantendaten in zwanzig Tabellen, und das Audit steht vor der TürJeder Lieferant bewertet, jedes Risiko dokumentiert, jedes Audit vorbereitetSelbsteinschätzung: wo eure Lieferantenprüfung heute Lücken hat
IndustrieInstandhaltungssoftware für Produktionsbetriebe. Wartungen planen, Störungen per Tablet an der Maschine melden und Ersatzteile im Blick behalten. Die Instandhaltung sieht, was als Nächstes fällig ist.Stillstand, weil die Wartung auf einem Zettel standJede Wartung geplant, jede Störung dokumentiertStillstands-Rechner: was ungeplanter Stillstand euch im Jahr kostet

Die Fragen mit eurer eigenen Zielgruppe stellen

Das Ergebnis einer fertigen Zielgruppe ersetzt nicht den Test mit euren Leuten und eurem Angebot. Mit 99takes stellt ihr dieselben Fragen in Claude: zwei Fassungen eures Einstiegs, die sich in einer Sache unterscheiden, gelesen von Personas eurer Zielgruppe.

99takes prüft in Claude Texte und Seiten mit Personas eurer Zielgruppe, bevor sie live gehen. Ihr legt ihnen die Varianten vor, und sie sagen, welche sie wählen würden und woran sie hängenbleiben. Mehrere Entwürfe sortiert die Vorauswahl für 3 bis 5 Credits vor; der Vergleich zweier Fassungen mit 12 Personas kostet etwa 73 Credits, als 1:1 etwa 19. Zum Start gibt es 350 Credits ohne Zahlungsdaten.

Häufige Fragen

Ist „Kostenlos testen“ besser als „Demo vereinbaren“?

In dieser Simulation hing es von der Zielgruppe ab: Kleine Betriebe und Mittelstand-Software wählten den Testzugang, das Konzern-Kaufgremium die Demo, bei Arztpraxen und Industrie war es zu knapp. Eine Marktmessung ist das nicht.

Ist eine Schmerz-Headline besser als eine Ergebnis-Headline?

In dieser Simulation schlug eine konkrete Schmerz-Headline eine allgemein formulierte Ergebnis-Headline in allen fünf Zielgruppen. Gegen ein konkretes, belegtes Ergebnis wurde sie nicht getestet, und eine Marktmessung ist es nicht.

Bringt ein Rechner mehr Leads als ein Erstgespräch?

In der Simulation lag der Rechner in allen fünf Zielgruppen vorn, beim Konzern als Selbsteinschätzung. Er fragte aber keine Kontaktdaten ab; mehrere Personas sagten, sie würden bei einer Pflichtangabe abbrechen. Wie viele Leads er bringt, zeigt erst ein Test im Markt.

Wie verlässlich ist eine Simulation mit Personas?

Sie zeigt Einwände und Tendenzen, keine Marktwerte. Wie oft eine Jury mit Marktergebnissen übereinstimmt, misst 99takes als Trefferquote je Jury. Veröffentlicht wird sie ab zehn entscheidbaren Ergebnissen, immer mit der Zahl der Ergebnisse und der Spanne.

Darf man die Ergebnisse zitieren?

Ja, als Simulationsstudie von 99takes vom 9. Oktober 2026 und mit einem Link auf diese Seite, bitte mit dem Hinweis, dass es eine Simulation ist.

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Dieselben Fragen mit eurer Zielgruppe stellen

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Kostenlos starten

Die Studie ist eine Simulation mit fertigen Zielgruppen von 99takes, keine Befragung echter Menschen. Die Angebote und Texte sind erfunden.