B2B-Landingpage auf B2C umbauen: was sich für Privatkunden ändert und wie ihr es prüft
Wer eine Seite für ein Einkaufsgremium auf Privatkunden umbaut, ändert mehr als Bilder und Farben. Vier Dinge verschieben sich: wer entscheidet, wie groß der nächste Schritt ist, was als Beleg zählt und was das Formular fragt. Dazu kommt die Frage, ob ihr umbaut oder eine zweite Seite aufsetzt.
Stand:
Was sich beim Umbau ändert
| Typische B2B-Seite | Prüffrage für Privatkunden | |
|---|---|---|
| Wer entscheidet | Mehrere Rollen, oft mit Freigabe | Entscheidet eine Person oder ein Haushalt, und spricht die Seite genau sie an? |
| Nächster Schritt | Demo, Gespräch, Testzugang | Ist der Schritt so klein, dass man ihn heute geht: kaufen, Termin, Angebot, Rückruf? |
| Sprache | Fachbegriffe, Effizienz, Integration | Versteht jemand ohne Fachwissen, was er davon hat? Ist die Anrede (du oder Sie) bewusst gewählt? |
| Belege | Kundenlogos, Fallstudien, Zertifikate | Gibt es Stimmen von Menschen wie dem Leser, Garantien, Nähe oder eine erreichbare Person? |
| Preis | Oft auf Anfrage | Findet man eine Preisorientierung, bevor man Daten hinterlässt? |
| Formular | Firma, Rolle, Firmengröße, Telefon | Fragt es nur, was für den nächsten Schritt nötig ist? |
Zum Vergleich, wie B2B-Seiten heute gebaut sind: In der Funnel-Bibliothek von 99takes zeigen 10 von 91 B2B-Funnels einen Preis. In 20 von 31 erfassten Formularen steht ein Feld für die Firma (B2B-Landingpages in Zahlen). Zahlen zu Seiten an Privatkunden hat die Bibliothek nicht.
Was ihr streichen oder ersetzen könnt
- Firmenfelder im Formular wie Firma, Rolle und Firmengröße. Jedes Feld, das ein Privatkunde nicht ausfüllen kann, kann ein Grund sein aufzuhören.
- Fachbegriffe wie „Integration“ oder „Prozess“. Sagt stattdessen, was der Leser in seinem Alltag davon merkt.
- „Demo vereinbaren“ ist ein B2B-Schritt. Prüft, ob Privatkunden nicht eher wissen wollen, was es kostet und wie es weitergeht.
- Logos von Firmenkunden belegen etwas für Einkäufer. Bei Privatkunden tragen womöglich Bewertungen anderer Privatkunden, eine Garantie oder eine Ansprechperson vor Ort mehr.
- Abschnitte für andere Rollen, etwa zu IT-Sicherheit, Schnittstellen oder Einkaufsbedingungen. Was niemand aus der neuen Zielgruppe fragt, macht die Seite nur länger.
Jede Ergänzung sollte sagen, was dafür wegfällt. Sonst wird aus dem Umbau eine Seite, die beide Zielgruppen halb abholt.
Umbauen oder eine zusätzliche Seite?
Kommen über dieselbe Seite weiter auch Firmenkunden, etwa über Anzeigen oder bestehende Links, wird ein Umbau zum Kompromiss: Der Einstieg muss dann zwei Zielgruppen gleichzeitig abholen. Eine zusätzliche Seite je Zielgruppe macht es leichter: Jede Anzeige führt auf die Seite, deren Einstieg zu ihr passt.
Ob sich das lohnt, zeigt ein Vergleich: dieselbe Seite einmal gelesen von euren Firmenkunden und einmal von Privatkunden. Bleiben beide an derselben Stelle hängen, spricht das für eine Seite. Steigen sie an verschiedenen Stellen aus, spricht das für zwei.
So prüft ihr den Umbau, bevor er live geht
- Lasst die alte gegen die neue Fassung antreten, gelesen von Privatkunden. Fragt dabei, welche sie wählen würden, wo sie aussteigen und was ihnen fehlt; ob sie ihnen gefällt, sagt wenig.
- Testet den ersten Bildschirm am Handy mit mehreren Entwürfen: Was versteht man in fünf Sekunden, wo würde man tippen? Mehr dazu: Ersten Bildschirm testen.
- Messt den Aufbau am Handy: Tippflächen, Länge, ob der nächste Schritt oben steht. Mehr dazu: Landingpage mobil optimieren.
- Danach entscheidet der Markt: Die neue Seite läuft gegen die alte oder gegen eine zweite Fassung. Meldet ihr das Ergebnis an 99takes, fließt es in die Trefferquote.
Den Umbau mit 99takes prüfen
Für Privatkunden und Kampagnen gibt es fertige Zielgruppen, aufgebaut aus wörtlichen Stimmen aus Foren, Bewertungen und Kommentaren. Sie stehen jedem Konto zur Verfügung, auch ohne Plan:
| Fertige Zielgruppe | Passt zu | Personas | Belege |
|---|---|---|---|
| Onlineshop-Käufer, DACH | Produktseiten, Shop-Landingpages, Newsletter, Anzeigen | 7 | 22 |
| Berufliche Weiterbildung und Umschulung, DACH | Kursseiten von Bildungsträgern, Online-Akademien, Förderberatung | 7 | 18 |
| Bewerber und Fachkräfte, DACH | Karriereseiten, Stellenanzeigen, Bewerbungsstrecken | 7 | 20 |
| Eigenheim & Energie, DACH | Lead-Seiten für Photovoltaik, Wärmepumpe, Sanierung, Finanzierung | 7 | 17 |
| Politik & Bürgerbeteiligung, DACH | Kampagnenseiten, Flyer, Bürgerentscheide | 7 | 28 |
Passt keine, baut 99takes eure eigene Zielgruppe aus euren Wettbewerbern und öffentlichen Kundenstimmen, mit 10 bis 14 Personas, einmalig 15 Credits. Dann gebt ihr in Claude die Adresse der heutigen Seite und sagt, dass sie Privatkunden erreichen soll. 99takes schreibt auf Wunsch eine neue Fassung und testet sie blind gegen die heutige; den Preis nennt es vorher. Zum Start gibt es 350 Credits ohne Zahlungsdaten.
Was dieser Ratgeber nicht weiß
- Die Prüffragen oben sind Faustregeln, keine Messung. Ob sie für eure Zielgruppe gelten, zeigt erst ein Test.
- Zu Seiten an Privatkunden hat die Funnel-Bibliothek von 99takes keine Zahlen; alle Zahlen hier stammen aus B2B-Seiten.
- Eine simulierte Zielgruppe ersetzt keinen Test im Markt. Sie sagt, wo es hakt, nicht wie viele Anfragen der Umbau bringt.
Häufige Fragen
Was ist der größte Unterschied zwischen B2B- und B2C-Landingpages?
Wer entscheidet. Eine B2B-Seite muss oft mehrere Rollen überzeugen und einen Schritt auf dem Weg zur Freigabe anbieten. Eine Seite für Privatkunden spricht eine Person oder einen Haushalt an, die den nächsten Schritt selbst gehen.
Du oder Sie auf einer Seite für Privatkunden?
Das hängt von Marke und Zielgruppe ab. Wichtig ist, dass die ganze Seite dieselbe Anrede nutzt. Welche besser ankommt, lässt sich mit zwei Fassungen testen.
Kann eine Seite B2B und B2C zugleich abholen?
Möglich, aber der Einstieg muss dann beide ansprechen. Eine eigene Seite je Zielgruppe macht es leichter, beide oben abzuholen. Ob es sich lohnt, zeigt ein Vergleich derselben Seite mit beiden Zielgruppen.
Was kostet es, den Umbau mit 99takes zu prüfen?
Ein Vergleich der alten gegen die neue Fassung mit 12 Personas kostet etwa 73 Credits, als 1:1 etwa 19. Zwei Entwürfe des ersten Bildschirms vergleicht ihr für 12 Credits, die Messung des Aufbaus am Handy kostet 1 Credit. Fertige Zielgruppen kosten nichts extra, eine eigene einmalig 15 Credits.
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Den Umbau prüfen, bevor er live geht
Konto anlegen, 99takes in Claude verbinden und die heutige Seite gegen eine Fassung für Privatkunden antreten lassen.
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