Was ist eine Landing Page? Bedeutung und Definition
Was ist eine Landing Page? Bedeutung auf Deutsch, Definition, Unterschied zur Homepage, Arten von Landing Pages, Besonderheiten im B2B und eine Checkliste.
Was ist eine Landing Page? Bedeutung auf Deutsch, Definition, Unterschied zur Homepage, Arten von Landing Pages, Besonderheiten im B2B und eine Checkliste.
Eine Landing Page (deutsch: Landeseite oder Zielseite) ist eine eigenständige Webseite mit einem einzigen Ziel: Besucher zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Meist landen sie dort über eine Anzeige, eine E-Mail oder einen Link aus einer Kampagne.
Diese Handlung kann sein:
Der Unterschied zu einer normalen Webseite: Eine Landing Page stellt den Besucher vor genau eine Entscheidung, Ja oder Nein. Kein Stöbern, keine Ablenkung durch andere Angebote.
Kurz: Eine Landing Page ist eine Webseite, die auf eine einzige Conversion ausgerichtet ist, mit wenig oder ohne Navigation und mit einem klaren Call-to-Action.
Ein häufiger Fehler im Online-Marketing: Besucher aus Anzeigen auf die Homepage schicken. Die Tabelle zeigt, warum das selten passt.
| Homepage | Landing Page | |
|---|---|---|
| Ziel | Überblick geben, Marke vorstellen | eine bestimmte Conversion |
| Navigation | vollständiges Menü, viele Links | keine oder nur wenig |
| Zielgruppe | alle Besucher | ein Segment aus einer Kampagne |
| Inhalt | breit, viele Themen | ein Angebot, ein Problem |
| CTA | mehrere (Kontakt, Blog, Produkte) | einer, klar und sichtbar |
| Traffic-Quelle | organisch, direkt, verweisend | Anzeigen, E-Mail, Social Media |
Die Homepage ist die Eingangshalle eines Unternehmens. Die Landing Page ist das Verkaufsgespräch, das zu einer Entscheidung führt.
Warum der Unterschied zählt: Wer auf eine Anzeige für „CRM-Software für Handwerksbetriebe“ klickt und auf einer Homepage mit zwölf Produkten landet, muss das Versprechen der Anzeige erst suchen. Eine Landing Page greift es in der Headline auf. Prüft deshalb für jede Anzeigengruppe: Wiederholt die Seite, was die Anzeige versprochen hat?
Hier steht kurz, was jedes Element leisten muss. In welcher Reihenfolge ihr die Bausteine anordnet und wie die Reihenfolge vom Angebot abhängt, steht unter Landingpage Aufbau.
Die Headline ist der Text, den ein Besucher sicher liest. Ob er weiterliest, entscheidet sich oft an ihr. Eure Headline sollte:
Schwach: „Willkommen bei unserer innovativen Softwarelösung“ Besser (erfundenes Beispiel): „Angebote in Stunden statt Tagen schreiben“
Wie ihr mehrere Fassungen gegeneinander prüft: Headline testen.
Die Subheadline ergänzt die Headline um:
Alles, was der Besucher ohne Scrollen sieht, muss die Kernbotschaft tragen:
Im B2B gilt: Ein klares Produktbild wirkt meist stärker als eine überladene Grafik.
B2B-Käufer sind skeptisch, zu Recht. Belege senken das wahrgenommene Risiko:
Wichtig: „Tolles Produkt!“ überzeugt niemanden. Eine Kundenstimme wirkt, wenn sie ein konkretes Ergebnis nennt, mit Zeitraum, und einer echten Person zugeordnet ist.
Ein häufiger Fehler auf Landing Pages: Funktionslisten statt Nutzen. Erfundene Beispiele aus einer Buchhaltungssoftware:
| Funktion (schwach) | Nutzen (besser) |
|---|---|
| „Automatischer Belegabgleich“ | „Ihr verbucht Belege, ohne jeden einzeln zuzuordnen“ |
| „Export für die Steuerberatung“ | „Eure Steuerberatung bekommt die Daten ohne Nacharbeit“ |
| „Rollen und Rechte“ | „Jeder im Team sieht nur, was er braucht“ |
Die Frage, die jedes Element beantworten muss: „Was bringt mir das?“
Der CTA ist der wichtigste Button auf der Seite. Worauf es ankommt:
Mehr dazu: CTA-Text
Eine FAQ am Ende der Landing Page beantwortet die letzten Zweifel:
Klare Fragen mit kurzen Antworten helfen auch Suchmaschinen und KI-Assistenten, eure Seite einer Frage zuzuordnen.
Je nach Ziel unterscheidet man:
Ziel: E-Mail-Adresse oder Kontaktdaten sammeln Typisch für: B2B-Software, Beratung, Whitepaper-Downloads Conversion-Element: Formular mit möglichst wenigen Feldern
Ziel: Besucher zur nächsten Seite führen (etwa Preise oder Checkout) Typisch für: kostenlose Testzugänge, E-Commerce Conversion-Element: CTA-Button ohne Formular
Ziel: direkter Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung Typisch für: hochpreisige Angebote, Kurse, erklärungsbedürftige Produkte Conversion-Element: ausführliche Argumentation und Kauf-Button
Im B2B sind Lead-Generation-Pages und Click-Through-Pages am häufigsten. Die Kaufentscheidung ist dort meist komplex: Die Landing Page startet den Prozess, sie schließt ihn selten ab. Welche Angebote sich als Einstieg eignen: Lead-Gen-Angebote.
Im B2C wirken oft Dringlichkeit und Rabatte. Im B2B tragen sie weniger, weil die Entscheidung anders entsteht. B2B-Kaufentscheidungen sind oft:
Für eure Landing Page heißt das:
Mehr dazu: Landing Page Optimierung
Viele Guides enden bei: „Erstellt zwei Varianten, macht einen A/B-Test, nehmt die bessere.“ Im B2B stößt das schnell an Grenzen:
Hier setzt eine Simulation an. Mit 99takes lesen 10 bis 14 Personas aus eurer Zielgruppe eure Seite und sagen, was sie bremst, was ihnen fehlt und welche Fassung sie vorziehen. Eine Antwort lautet dann etwa: „Ich finde nicht, was das im Jahr kostet, und frage deshalb keine Demo an.“ (Beispiel mit erfundenen Daten.)
Die Simulation ist keine Marktmessung. Sie ersetzt keinen A/B-Test mit echtem Traffic, sie kommt davor und zeigt, welche Fassung den Test wert ist. Was eine vollständige Prüfung umfasst: Landingpage analysieren.
Gutes Landingpage-Design heißt vor allem: die Entscheidung erleichtern.
Der Blick des Besuchers braucht eine Richtung, von der Headline über die Kernbotschaft zum CTA. Was davon wegzieht, kostet Aufmerksamkeit.
Leerer Raum gibt dem Auge Orientierung und dem Inhalt Gewicht. Überladene Seiten überfordern, gerade im B2B mit seinen erklärungsbedürftigen Angeboten.
Auch B2B-Besucher kommen über das Handy. Wie viele es bei euch sind, zeigt eure Webanalyse. Prüft, ob Hauptaussage und CTA am Handy im ersten Bildschirm stehen. Mehr dazu: Landingpage mobil optimieren.
Eine allgemeine Zahl, die für eure Seite gilt, gibt es nicht. Sie hängt vom Angebot ab, vom Traffic und davon, was als Conversion zählt: ein Download verlangt weniger als eine Demo-Anfrage. Vergleicht eure Seite deshalb mit ihrem eigenen früheren Stand.
Wichtiger als jede Vergleichszahl: Versteht, warum Besucher nicht konvertieren. Eine Seite mit niedriger Rate und bekannten Hürden lässt sich gezielt verbessern. Bei einer Seite mit höherer Rate, deren Wirkung niemand erklären kann, fehlt der Ansatzpunkt.
Mehr dazu: Conversion Optimierung: der B2B-Leitfaden
Geht diese Fragen durch. Jedes „Nein“ ist eine mögliche Hürde:
Auswertung:
Wollt ihr wissen, wie eure Zielgruppe die Seite liest? Legt ein kostenloses Konto an, mit Startguthaben und ohne Zahlungsdaten. In Claude prüft 99takes dann Text, Aufbau und Wirkung eurer Seite.
Wörtlich „Landeseite“, im Deutschen sagt man auch Zielseite. Gemeint ist die Seite, auf der ein Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige, eine E-Mail oder einen Link „landet“. Landing Page und Landingpage meinen dasselbe, beide Schreibweisen sind üblich.
Im weiten Sinn ist jede Seite, auf der ein Besucher zuerst ankommt, seine Landing Page; so zählt sie auch die Webanalyse. Im Marketing meint der Begriff enger eine Seite, die für eine Kampagne gebaut ist und genau ein Ziel hat.
Wenn ihr Anzeigen schaltet, meist ja. Eine Seite, die das Versprechen der Anzeige aufgreift, holt den Besucher dort ab, wo er herkommt. Für jede Kampagne mit eigenem Versprechen lohnt sich eine eigene Landing Page.
Das hängt davon ab, wer sie baut: ihr selbst mit einem Baukasten, ein Freelancer oder eine Agentur mit Strategie, Text und Design. Holt Angebote ein und vergleicht, was jeweils enthalten ist. Entscheidend ist am Ende, ob die Seite bei eurer Zielgruppe ankommt. Mehr dazu: Landing Page erstellen.
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Faustregel: Je höher der Preis und je erklärungsbedürftiger das Angebot, desto länger die Seite. Eine Seite für einen Whitepaper-Download kommt mit wenig Text aus. Eine Seite für eine teure Unternehmenssoftware muss mehr Fragen beantworten.
Die wichtigsten Kennzahlen sind die Conversion Rate (Conversions geteilt durch Besucher), die Absprungrate, die Verweildauer und die Scrolltiefe. Im B2B zählt zusätzlich die Qualität der Leads, denn nicht jede Anfrage führt zu einem Gespräch.
Klassische A/B-Tests brauchen viel Traffic. Alternativen sind Heatmaps und Session Recordings, moderierte Nutzertests oder eine Simulation mit eurer Zielgruppe. Dabei lesen Personas aus eurer Zielgruppe die Seite und sagen, was sie bremst. Das braucht keinen Traffic, ersetzt aber keine Messung im Markt.
Eure Landing Page bringt zu wenige Anfragen? Mit 99takes lesen Personas aus eurer Zielgruppe die Seite und sagen, woran sie hängenbleiben, direkt in Claude. Kostenlos starten (Startguthaben in Credits, 30 Tage gültig, ohne Zahlungsdaten), oder lasst es von uns machen.