Landing Pages

Was ist eine Landing Page? Bedeutung und Definition

Was ist eine Landing Page? Bedeutung auf Deutsch, Definition, Unterschied zur Homepage, Arten von Landing Pages, Besonderheiten im B2B und eine Checkliste.

99takes Team ·

Was ist eine Landing Page? Die Definition

Eine Landing Page (deutsch: Landeseite oder Zielseite) ist eine eigenständige Webseite mit einem einzigen Ziel: Besucher zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Meist landen sie dort über eine Anzeige, eine E-Mail oder einen Link aus einer Kampagne.

Diese Handlung kann sein:

  • ein Formular ausfüllen (Lead-Generierung)
  • eine Demo buchen
  • ein Whitepaper herunterladen
  • ein Produkt kaufen
  • sich für einen Newsletter anmelden

Der Unterschied zu einer normalen Webseite: Eine Landing Page stellt den Besucher vor genau eine Entscheidung, Ja oder Nein. Kein Stöbern, keine Ablenkung durch andere Angebote.

Kurz: Eine Landing Page ist eine Webseite, die auf eine einzige Conversion ausgerichtet ist, mit wenig oder ohne Navigation und mit einem klaren Call-to-Action.

Landing Page vs. Homepage: der Unterschied

Ein häufiger Fehler im Online-Marketing: Besucher aus Anzeigen auf die Homepage schicken. Die Tabelle zeigt, warum das selten passt.

HomepageLanding Page
ZielÜberblick geben, Marke vorstelleneine bestimmte Conversion
Navigationvollständiges Menü, viele Linkskeine oder nur wenig
Zielgruppealle Besucherein Segment aus einer Kampagne
Inhaltbreit, viele Themenein Angebot, ein Problem
CTAmehrere (Kontakt, Blog, Produkte)einer, klar und sichtbar
Traffic-Quelleorganisch, direkt, verweisendAnzeigen, E-Mail, Social Media

Die Homepage ist die Eingangshalle eines Unternehmens. Die Landing Page ist das Verkaufsgespräch, das zu einer Entscheidung führt.

Warum der Unterschied zählt: Wer auf eine Anzeige für „CRM-Software für Handwerksbetriebe“ klickt und auf einer Homepage mit zwölf Produkten landet, muss das Versprechen der Anzeige erst suchen. Eine Landing Page greift es in der Headline auf. Prüft deshalb für jede Anzeigengruppe: Wiederholt die Seite, was die Anzeige versprochen hat?

Die 7 Elemente einer guten Landing Page

Hier steht kurz, was jedes Element leisten muss. In welcher Reihenfolge ihr die Bausteine anordnet und wie die Reihenfolge vom Angebot abhängt, steht unter Landingpage Aufbau.

1. Headline: das Versprechen

Die Headline ist der Text, den ein Besucher sicher liest. Ob er weiterliest, entscheidet sich oft an ihr. Eure Headline sollte:

  • das Kernproblem der Zielgruppe ansprechen
  • den Nutzen nennen, nicht die Funktion
  • zum Weiterlesen bringen

Schwach: „Willkommen bei unserer innovativen Softwarelösung“ Besser (erfundenes Beispiel): „Angebote in Stunden statt Tagen schreiben“

Wie ihr mehrere Fassungen gegeneinander prüft: Headline testen.

2. Subheadline: Kontext und Einordnung

Die Subheadline ergänzt die Headline um:

  • für wen das Angebot ist
  • wie das Versprechen eingelöst wird
  • warum es glaubwürdig ist

3. Hero-Bereich (erster Bildschirm)

Alles, was der Besucher ohne Scrollen sieht, muss die Kernbotschaft tragen:

  • Headline und Subheadline
  • ein Bild, das das Angebot zeigt (Screenshot, Illustration, Video)
  • der primäre CTA-Button

Im B2B gilt: Ein klares Produktbild wirkt meist stärker als eine überladene Grafik.

4. Social Proof: Vertrauen aufbauen

B2B-Käufer sind skeptisch, zu Recht. Belege senken das wahrgenommene Risiko:

  • Kundenlogos aus passender Branche und Größe
  • Kundenstimmen mit Name, Rolle und Firma
  • Fallstudien mit Vorher und Nachher
  • Bewertungen auf unabhängigen Portalen

Wichtig: „Tolles Produkt!“ überzeugt niemanden. Eine Kundenstimme wirkt, wenn sie ein konkretes Ergebnis nennt, mit Zeitraum, und einer echten Person zugeordnet ist.

5. Nutzen statt Funktionen

Ein häufiger Fehler auf Landing Pages: Funktionslisten statt Nutzen. Erfundene Beispiele aus einer Buchhaltungssoftware:

Funktion (schwach)Nutzen (besser)
„Automatischer Belegabgleich“„Ihr verbucht Belege, ohne jeden einzeln zuzuordnen“
„Export für die Steuerberatung“„Eure Steuerberatung bekommt die Daten ohne Nacharbeit“
„Rollen und Rechte“„Jeder im Team sieht nur, was er braucht“

Die Frage, die jedes Element beantworten muss: „Was bringt mir das?“

6. Call-to-Action (CTA): die Handlungsaufforderung

Der CTA ist der wichtigste Button auf der Seite. Worauf es ankommt:

  • Handlung nennen: „Demo-Termin wählen“ statt „Absenden“
  • Nutzen nennen: „Preisliste ansehen“ statt „Formular ausfüllen“
  • Sichtbar machen: Kontrastfarbe und genug Raum drumherum
  • Wiederholen: am Anfang und am Ende der Seite, bei langen Seiten auch dazwischen

Mehr dazu: CTA-Text

7. FAQ: Einwände beantworten

Eine FAQ am Ende der Landing Page beantwortet die letzten Zweifel:

  • „Wie lange dauert die Einführung?“
  • „Was kostet es?“
  • „Funktioniert das in unserer Branche?“
  • „Was, wenn es nicht passt?“

Klare Fragen mit kurzen Antworten helfen auch Suchmaschinen und KI-Assistenten, eure Seite einer Frage zuzuordnen.

Arten von Landing Pages

Je nach Ziel unterscheidet man:

Lead-Generation-Page (Lead Gen)

Ziel: E-Mail-Adresse oder Kontaktdaten sammeln Typisch für: B2B-Software, Beratung, Whitepaper-Downloads Conversion-Element: Formular mit möglichst wenigen Feldern

Click-Through-Page

Ziel: Besucher zur nächsten Seite führen (etwa Preise oder Checkout) Typisch für: kostenlose Testzugänge, E-Commerce Conversion-Element: CTA-Button ohne Formular

Sales Page (Long-Form)

Ziel: direkter Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung Typisch für: hochpreisige Angebote, Kurse, erklärungsbedürftige Produkte Conversion-Element: ausführliche Argumentation und Kauf-Button

Im B2B sind Lead-Generation-Pages und Click-Through-Pages am häufigsten. Die Kaufentscheidung ist dort meist komplex: Die Landing Page startet den Prozess, sie schließt ihn selten ab. Welche Angebote sich als Einstieg eignen: Lead-Gen-Angebote.

Landing Pages im B2B: warum sie anders funktionieren

Im B2C wirken oft Dringlichkeit und Rabatte. Im B2B tragen sie weniger, weil die Entscheidung anders entsteht. B2B-Kaufentscheidungen sind oft:

  • abgewogen: Mehrere Beteiligte vergleichen Angebote systematisch
  • vorsichtig: Wer empfiehlt, steht für die Empfehlung gerade
  • langwierig: Zwischen erstem Besuch und Vertrag liegen meist mehrere Gespräche
  • verteilt: Fachbereich, Finanzen, IT und Geschäftsführung haben je eigene Fragen

Für eure Landing Page heißt das:

  1. Klarheit vor allem: Was genau macht euer Produkt, und für wen?
  2. Risiko senken: Testzugang, Demo, Fallstudien, klare Vertragsbedingungen
  3. Alle Rollen ansprechen: Die IT fragt anderes als die Finanzseite.
  4. Nächster Schritt statt Kauf: Im B2B ist die Conversion oft ein Gespräch.

Mehr dazu: Landing Page Optimierung

Ein häufiger Fehler: testen, ohne zu verstehen

Viele Guides enden bei: „Erstellt zwei Varianten, macht einen A/B-Test, nehmt die bessere.“ Im B2B stößt das schnell an Grenzen:

  • Zu wenig Traffic: Rechnet vorher mit einem Stichprobenrechner nach, wie viele Besucher je Variante ihr braucht. Bei wenig Traffic dauert ein belastbarer Test oft Monate.
  • Keine Erklärung: Ein A/B-Test zeigt, welche Variante gewonnen hat. Warum, zeigt er nicht.

Hier setzt eine Simulation an. Mit 99takes lesen 10 bis 14 Personas aus eurer Zielgruppe eure Seite und sagen, was sie bremst, was ihnen fehlt und welche Fassung sie vorziehen. Eine Antwort lautet dann etwa: „Ich finde nicht, was das im Jahr kostet, und frage deshalb keine Demo an.“ (Beispiel mit erfundenen Daten.)

Die Simulation ist keine Marktmessung. Sie ersetzt keinen A/B-Test mit echtem Traffic, sie kommt davor und zeigt, welche Fassung den Test wert ist. Was eine vollständige Prüfung umfasst: Landingpage analysieren.

Wie Design die Entscheidung beeinflusst

Gutes Landingpage-Design heißt vor allem: die Entscheidung erleichtern.

Visuelle Hierarchie

Der Blick des Besuchers braucht eine Richtung, von der Headline über die Kernbotschaft zum CTA. Was davon wegzieht, kostet Aufmerksamkeit.

Weißraum

Leerer Raum gibt dem Auge Orientierung und dem Inhalt Gewicht. Überladene Seiten überfordern, gerade im B2B mit seinen erklärungsbedürftigen Angeboten.

Handy

Auch B2B-Besucher kommen über das Handy. Wie viele es bei euch sind, zeigt eure Webanalyse. Prüft, ob Hauptaussage und CTA am Handy im ersten Bildschirm stehen. Mehr dazu: Landingpage mobil optimieren.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Eine allgemeine Zahl, die für eure Seite gilt, gibt es nicht. Sie hängt vom Angebot ab, vom Traffic und davon, was als Conversion zählt: ein Download verlangt weniger als eine Demo-Anfrage. Vergleicht eure Seite deshalb mit ihrem eigenen früheren Stand.

Wichtiger als jede Vergleichszahl: Versteht, warum Besucher nicht konvertieren. Eine Seite mit niedriger Rate und bekannten Hürden lässt sich gezielt verbessern. Bei einer Seite mit höherer Rate, deren Wirkung niemand erklären kann, fehlt der Ansatzpunkt.

Mehr dazu: Conversion Optimierung: der B2B-Leitfaden

Checkliste: eure Landing Page selbst prüfen

Geht diese Fragen durch. Jedes „Nein“ ist eine mögliche Hürde:

  • Ist das Wertversprechen in der Headline sofort klar?
  • Versteht jemand ohne Branchenwissen auf den ersten Blick, was ihr anbietet?
  • Gibt es genau einen primären CTA?
  • Ist der CTA ohne Scrollen sichtbar?
  • Nennt ihr Nutzen statt Funktionen?
  • Gibt es Belege (Logos, Kundenstimmen, Fallstudien)?
  • Beantwortet die Seite die drei wichtigsten Einwände der Zielgruppe?
  • Funktioniert die Seite am Handy?
  • Passt die Botschaft zur Traffic-Quelle?
  • Gibt es eine FAQ für die letzten Zweifel?

Auswertung:

  • 8 bis 10 Ja: eine solide Basis
  • 5 bis 7 Ja: klare Ansatzpunkte
  • unter 5: Überarbeitung lohnt sich

Wollt ihr wissen, wie eure Zielgruppe die Seite liest? Legt ein kostenloses Konto an, mit Startguthaben und ohne Zahlungsdaten. In Claude prüft 99takes dann Text, Aufbau und Wirkung eurer Seite.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Landing Page auf Deutsch?

Wörtlich „Landeseite“, im Deutschen sagt man auch Zielseite. Gemeint ist die Seite, auf der ein Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige, eine E-Mail oder einen Link „landet“. Landing Page und Landingpage meinen dasselbe, beide Schreibweisen sind üblich.

Ist jede Seite einer Website eine Landing Page?

Im weiten Sinn ist jede Seite, auf der ein Besucher zuerst ankommt, seine Landing Page; so zählt sie auch die Webanalyse. Im Marketing meint der Begriff enger eine Seite, die für eine Kampagne gebaut ist und genau ein Ziel hat.

Brauche ich eine Landing Page, wenn ich schon eine Website habe?

Wenn ihr Anzeigen schaltet, meist ja. Eine Seite, die das Versprechen der Anzeige aufgreift, holt den Besucher dort ab, wo er herkommt. Für jede Kampagne mit eigenem Versprechen lohnt sich eine eigene Landing Page.

Was kostet es, eine Landing Page zu erstellen?

Das hängt davon ab, wer sie baut: ihr selbst mit einem Baukasten, ein Freelancer oder eine Agentur mit Strategie, Text und Design. Holt Angebote ein und vergleicht, was jeweils enthalten ist. Entscheidend ist am Ende, ob die Seite bei eurer Zielgruppe ankommt. Mehr dazu: Landing Page erstellen.

Wie lang sollte eine Landing Page sein?

So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Faustregel: Je höher der Preis und je erklärungsbedürftiger das Angebot, desto länger die Seite. Eine Seite für einen Whitepaper-Download kommt mit wenig Text aus. Eine Seite für eine teure Unternehmenssoftware muss mehr Fragen beantworten.

Wie messe ich den Erfolg einer Landing Page?

Die wichtigsten Kennzahlen sind die Conversion Rate (Conversions geteilt durch Besucher), die Absprungrate, die Verweildauer und die Scrolltiefe. Im B2B zählt zusätzlich die Qualität der Leads, denn nicht jede Anfrage führt zu einem Gespräch.

Wie kann ich meine Landing Page testen, wenn ich wenig Traffic habe?

Klassische A/B-Tests brauchen viel Traffic. Alternativen sind Heatmaps und Session Recordings, moderierte Nutzertests oder eine Simulation mit eurer Zielgruppe. Dabei lesen Personas aus eurer Zielgruppe die Seite und sagen, was sie bremst. Das braucht keinen Traffic, ersetzt aber keine Messung im Markt.


Eure Landing Page bringt zu wenige Anfragen? Mit 99takes lesen Personas aus eurer Zielgruppe die Seite und sagen, woran sie hängenbleiben, direkt in Claude. Kostenlos starten (Startguthaben in Credits, 30 Tage gültig, ohne Zahlungsdaten), oder lasst es von uns machen.

Mehr erfahren: Landingpage analysieren →

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