A/B-Test Rechner

A/B-Test Rechner für statistische Signifikanz

Dieser A/B-Test-Rechner prüft, ob der Unterschied zwischen zwei Fassungen statistisch signifikant ist, und rechnet aus, wie viele Besucher ein Test braucht und wie lange er bei eurem Traffic laufen muss.

Wie Signifikanz funktioniert
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Ist euer Ergebnis signifikant?
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Bereiche überlappen: kein klares Ergebnis Nicht signifikant

B konvertiert 20 % besser als A, aber der Abstand kann Zufall sein. Wären A und B gleich gut, käme ein so großer Abstand in etwa 9 von 100 Tests trotzdem zustande. Signifikant heißt: in weniger als 5 von 100. Für einen Abstand dieser Größe wären rund 13.896 Besucher je Fassung nötig, ihr habt 5.000.

Balken: gemessene Rate. Klammer: der Bereich, in dem die echte Rate mit 95 % Sicherheit liegt.
B gegen A: +20,0 % · p-Wert 0,093 · signifikant ab unter 0,050 Beispiel mit erfundenen Daten. Tragt eure eigenen Zahlen ein.
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Lasst A und B von Personas aus eurer Zielgruppe lesen. Dafür braucht ihr keinen Traffic. Ihr seht, welche Fassung trägt und woran die andere hakt.

Zweiseitiger z-Test für zwei Anteile, 5 % Irrtum. Nötige Besucher nach Kim (2016) mit 80 % Teststärke. Wie das gerechnet ist
Ratgeber

Wie statistische Signifikanz funktioniert

Ein A/B-Test vergleicht zwei Conversion Rates, und beide schwanken von Woche zu Woche. Signifikant heißt: Der Abstand ist so groß, dass er bei gleich guten Fassungen selten zufällig entstünde. Selten heißt hier in weniger als 5 von 100 Tests.

Was der p-Wert sagt

Der p-Wert beantwortet eine Frage: Wie oft käme ein mindestens so großer Abstand zustande, wenn A und B in Wahrheit gleich gut wären? Ein p-Wert von 0,03 heißt: in etwa 3 von 100 solchen Tests. Liegt er unter 0,05, gilt das Ergebnis als signifikant. Die Grenze von 0,05 ist eine Übereinkunft. Manche Teams legen sie strenger fest, bevor der Test startet.

Was der p-Wert nicht sagt: mit welcher Wahrscheinlichkeit B besser ist, und wie groß der Vorteil ausfällt. Darauf weist auch die American Statistical Association in ihrer Erklärung zu p-Werten hin (Wasserstein und Lazar 2016). Für die Frage, ob sich eine Umstellung lohnt, schaut ihr deshalb zusätzlich auf den Unterschied selbst und auf die Bereiche um beide Raten.

Der 95-%-Bereich um jede Rate

Eine gemessene Conversion Rate ist eine Schätzung. Der Rechner zeigt um jede Rate eine Klammer: den Bereich, in dem die echte Rate mit 95 % Sicherheit liegt. Gerechnet ist er als Wilson-Intervall. Je mehr Besucher, desto schmaler die Klammer.

Überlappen sich die Bereiche von A und B deutlich, ist der Abstand in aller Regel nicht signifikant. Ganz verlässlich ist der Blick auf die Klammern aber nicht: Zwei Bereiche können sich knapp überlappen, und der Test ist trotzdem signifikant. Für das Urteil zählt deshalb der Test. Die Klammern zeigen, wie genau jede Rate geschätzt ist.

Warum kleine Stichproben täuschen

Mit wenigen Besuchern reichen ein paar zufällige Conversions, um eine Fassung weit vorn aussehen zu lassen. Wie viele Besucher ein Test braucht, hängt von eurer heutigen Conversion Rate ab und vom kleinsten Unterschied, den er noch finden soll. Bei 3 % Conversion Rate braucht er rund 13.896 Besucher je Fassung, um eine Steigerung auf 3,6 % zu finden. Dieselbe Steigerung um 20 % braucht bei 1 % Conversion Rate rund 42.642 Besucher je Fassung, bei 5 % rund 8.146.

Gerechnet ist das mit 80 % Teststärke: Gibt es den Unterschied wirklich, findet ihn der Test in 80 von 100 Fällen. Die Formel für zwei Anteile (Kim 2016) lautet: Besucher je Fassung = (1,96 + 0,84)² × (p₁ × (1 − p₁) + p₂ × (1 − p₂)) / (p₂ − p₁)², mit p₁ als heutiger und p₂ als gesuchter Rate.

Wird ein Test mit zu kleiner Stichprobe trotzdem signifikant, fällt der gemessene Abstand meist größer aus als der echte (Gelman und Carlin 2014). Der Rechner sagt es deshalb dazu, wenn eure Stichprobe kleiner ist als die, die der gemessene Unterschied braucht.

Peeking: warum ihr nicht beim ersten signifikanten Wert abbrecht

Viele Testtools zeigen den p-Wert laufend an. Er schwankt während des Tests und fällt auch bei gleich guten Fassungen zeitweise unter 0,05. Wer täglich nachschaut und den Test beim ersten solchen Wert beendet, ruft deutlich öfter einen falschen Gewinner aus, als es die 5 % vorsehen.

Legt die Stichprobe deshalb vor dem Start fest, mit dem Reiter „Test planen“, und wertet erst aus, wenn sie erreicht ist. Lasst den Test außerdem über volle Wochen laufen, damit jeder Wochentag gleich oft vorkommt.

Quellen, abgerufen am 13.10.2026: NIST/SEMATECH e-Handbook of Statistical Methods, z-Test für zwei Anteile und Wilson-Intervall; Kim 2016 für die Stichprobe; Wasserstein und Lazar 2016; Gelman und Carlin 2014.

Was ihr tun könnt, wenn der Traffic nicht reicht

Zeigt der Reiter „Test planen“ mehr Wochen, als ihr warten könnt, habt ihr drei Wege.

  1. Eine häufigere Conversion messen

    Je höher die Ausgangsrate, desto weniger Besucher braucht der Test, wie die Zahlen oben zeigen. Der Klick auf den Knopf kommt öfter vor als der Abschluss. Er sagt aber weniger darüber, ob am Ende mehr Kunden kommen.

  2. Größere Änderungen testen

    Eine Fassung, die mehr ändert als ein Wort, kann einen größeren Unterschied bewirken. Größere Unterschiede findet ein Test mit weniger Besuchern. Ob die Änderung wirkt, wisst ihr vorher allerdings nicht.

  3. Fassungen vor dem Livegang prüfen

    Nutzertests, Experten-Audits oder Personas aus eurer Zielgruppe zeigen vorher, woran eine Fassung hakt. Das ersetzt keine Messung mit echten Besuchern, sortiert aber schwache Fassungen aus, damit der knappe Traffic nur die stärkste prüft.

Welche Methoden es neben dem A/B-Test gibt und was sie leisten, steht unter Alternative zu A/B-Tests. Wie ihr eine Seite insgesamt verbessert: Landing Page Optimierung und Conversion Optimierung.

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Häufige Fragen zu Signifikanz und A/B-Tests

Was bedeutet statistische Signifikanz?

Ein Ergebnis heißt signifikant, wenn der gemessene Abstand zwischen A und B so groß ist, dass er bei gleich guten Fassungen selten zufällig zustande käme. Üblich ist die Grenze von 5 %: Der p-Wert liegt dann unter 0,05. Ob der Unterschied groß genug ist, dass sich die Umstellung für euch lohnt, sagt die Signifikanz nicht.

Was sagt der p-Wert bei einem A/B-Test?

Er sagt, wie oft ein mindestens so großer Abstand zustande käme, wenn A und B in Wahrheit gleich gut wären. Ein p-Wert von 0,08 heißt: in etwa 8 von 100 solchen Tests. Er sagt nicht, mit welcher Wahrscheinlichkeit B besser ist, und auch nicht, wie groß der Vorteil ist.

Wie viele Besucher braucht ein A/B-Test, um signifikant zu werden?

Das hängt von eurer Conversion Rate ab und vom kleinsten Unterschied, den der Test finden soll. Bei 3 % Conversion Rate und einer Steigerung auf 3,6 % sind es rund 13.896 Besucher je Fassung (zweiseitig, 5 % Irrtum, 80 % Teststärke). Mit dem Reiter „Test planen“ rechnet ihr es für eure Werte aus.

Was ist ein Konfidenzintervall?

Der Bereich um eine gemessene Conversion Rate, in dem die echte Rate mit der gewählten Sicherheit liegt, hier 95 %. Je mehr Besucher, desto schmaler der Bereich. Der Rechner nutzt dafür das Wilson-Intervall und zeigt es als Klammer um jeden Balken.

Darf ich einen A/B-Test abbrechen, sobald er signifikant ist?

Nicht, wenn ihr laufend nachschaut. Der p-Wert schwankt während des Tests und fällt auch bei gleich guten Fassungen zeitweise unter 0,05. Wer beim ersten solchen Wert abbricht, ruft deutlich öfter einen falschen Gewinner aus, als die 5 % vorsehen. Legt die Stichprobe vor dem Start fest und wertet aus, wenn sie erreicht ist.

Welcher Test steckt in diesem Signifikanz-Rechner?

Ein zweiseitiger z-Test für zwei Anteile mit gepoolter Rate, wie ihn das NIST/SEMATECH e-Handbook of Statistical Methods beschreibt, mit 5 % Irrtumswahrscheinlichkeit. Die Bereiche um die Raten sind Wilson-Intervalle, die nötige Stichprobe rechnet er nach Kim (2016) mit 80 % Teststärke. Andere Rechner nutzen teils andere Verfahren und kommen auf leicht andere Werte.

Was tun, wenn der Traffic für einen A/B-Test nicht reicht?

Eine Conversion messen, die öfter vorkommt, größere Änderungen testen oder die Fassungen vor dem Livegang prüfen, zum Beispiel mit Personas aus eurer Zielgruppe in 99takes. Das ersetzt keinen Test mit echten Besuchern, sortiert aber schwache Fassungen vorher aus. Welche Wege es gibt, steht auf der Seite Alternative zu A/B-Tests.