Was ist eine Landing Page? Definition, Aufbau & B2B-Praxis
Was ist eine Landing Page? Der komplette Guide: Definition, Unterschied zur Homepage, 7 Elemente, B2B-Beispiele und warum Conversion-Optimierung bei der Buyer-Psychologie beginnt.
Was ist eine Landing Page? Der komplette Guide: Definition, Unterschied zur Homepage, 7 Elemente, B2B-Beispiele und warum Conversion-Optimierung bei der Buyer-Psychologie beginnt.
Eine Landing Page (deutsch: Landeseite oder Zielseite) ist eine eigenständige Webseite mit einem einzigen Ziel: Besucher zu einer bestimmten Handlung zu bewegen.
Diese Handlung kann sein:
Der entscheidende Unterschied zu einer normalen Webseite: Eine Landing Page bietet dem Besucher genau eine Entscheidung – Ja oder Nein. Kein Stöbern, kein Erkunden, keine Ablenkung. Und genau das macht sie so wirkungsvoll.
Kurz: Eine Landing Page ist eine Webseite, die auf eine einzige Conversion optimiert ist – ohne Navigation, ohne Ablenkung, mit einem klaren Call-to-Action.
Einer der häufigsten Fehler im Online-Marketing: Besucher aus Anzeigen auf die Homepage schicken. Warum das ein Problem ist:
| Homepage | Landing Page | |
|---|---|---|
| Ziel | Überblick geben, Marke vorstellen | Eine bestimmte Conversion erzielen |
| Navigation | Vollständiges Menü, viele Links | Keine oder minimale Navigation |
| Zielgruppe | Alle Besucher | Spezifisches Segment aus einer Kampagne |
| Content | Breit, viele Themen | Fokussiert auf ein Angebot/Problem |
| CTA | Mehrere (Kontakt, Blog, Produkte…) | Einer – klar und prominent |
| Traffic-Quelle | Organisch, direkt, verweisend | Anzeigen, E-Mail, Social Media |
Die Homepage ist wie die Eingangshalle eines Unternehmens – sie gibt einen Gesamteindruck. Die Landing Page ist wie ein Verkaufsgespräch – sie führt zu einer Entscheidung.
Warum der Unterschied zählt: Wenn jemand auf eine Google-Anzeige für „CRM-Software für Handwerksbetriebe” klickt und auf einer allgemeinen Homepage landet, die 12 verschiedene Softwarelösungen bewirbt, wird er die Seite verlassen. Eine Landing Page, die exakt dieses Versprechen aufgreift, konvertiert laut Branchendaten 2–5x besser als eine Homepage.
Mehr zum optimalen Aufbau: Landingpage Aufbau: Prinzipien & Struktur
Die Headline ist das Wichtigste auf der gesamten Seite. Studien zeigen: 8 von 10 Besuchern lesen die Headline, aber nur 2 von 10 lesen weiter. Ihre Headline muss:
Schlecht: „Willkommen bei unserer innovativen Softwarelösung” Besser: „Halbieren Sie Ihre Angebotserstellung – von 3 Tagen auf 3 Stunden”
Die Subheadline ergänzt die Headline um:
Alles, was der Besucher ohne Scrollen sieht, muss die Kernbotschaft transportieren. Dazu gehören:
Im B2B gilt: Weniger ist mehr. Ein klares Bild schlägt eine überladene Grafik.
B2B-Käufer sind skeptisch – zu Recht. Social Proof reduziert das wahrgenommene Risiko:
Wichtig: Generische Testimonials wie „Tolles Produkt!” sind wertlos. Konkrete Aussagen wie „Wir konnten unsere Angebotszeit um 60% reduzieren – Robert M., Head of Sales bei XYZ GmbH” wirken.
Der häufigste Fehler auf Landing Pages: Feature-Listen statt Nutzenargumentation.
| Feature (schlecht) | Benefit (besser) |
|---|---|
| „KI-gestützte Analyse” | „Erkennen Sie Conversion-Blocker, bevor Ihre Besucher abspringen” |
| „17 Buyer-Personas” | „Verstehen Sie, warum verschiedene Entscheider unterschiedlich reagieren” |
| „PDF-Report” | „Konkrete Handlungsempfehlungen in 48 Stunden” |
Die Frage, die jedes Element beantworten muss: „Was bringt mir das?“
Der CTA ist der wichtigste Button auf der Seite. Best Practices:
Eine FAQ-Sektion am Ende der Landing Page beantwortet die letzten Zweifel:
Bonus für SEO und GEO: FAQ-Sektionen werden von Suchmaschinen und KI-Assistenten besonders häufig als Antwort-Quelle genutzt.
Nicht jede Landing Page ist gleich. Je nach Ziel unterscheidet man:
Ziel: E-Mail-Adresse oder Kontaktdaten sammeln Typisch für: B2B-Software, Beratung, Whitepaper-Downloads Conversion-Element: Formular mit möglichst wenigen Feldern
Ziel: Besucher zur nächsten Seite weiterleiten (z.B. Pricing, Checkout) Typisch für: SaaS Free Trials, E-Commerce Conversion-Element: CTA-Button ohne Formular
Ziel: Direkter Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung Typisch für: High-Ticket-Angebote, Kurse, erklärungsbedürftige Produkte Conversion-Element: Ausführliche Argumentation + Kauf-Button
Ziel: Nur die E-Mail-Adresse erfassen Typisch für: Newsletter-Anmeldungen, Lead Magnets Conversion-Element: Minimales Formular (oft nur E-Mail-Feld)
Im B2B sind Lead-Generation-Pages und Click-Through-Pages am häufigsten. Der Grund: Die Kaufentscheidung ist komplex und dauert oft Wochen bis Monate. Die Landing Page startet diesen Prozess – sie schließt ihn selten ab.
Im B2C reichen oft emotionale Trigger: Dringlichkeit, Rabatte, FOMO. Im B2B funktioniert das nicht – oder schlechter. Der Grund:
B2B-Kaufentscheidungen sind:
Das bedeutet für Ihre Landing Page:
Genau hier liegt das Problem der meisten Landing Pages: Sie behandeln B2B-Besucher wie B2C-Impulskäufer.
Mehr dazu: Landing Page Optimierung für B2B
Die meisten Guides enden bei: „Erstelle zwei Varianten, mach einen A/B-Test, nimm die bessere.”
Das klingt logisch. In der Praxis funktioniert es im B2B selten:
Die Alternative zu A/B-Tests: Buyer-Simulation. Dabei durchlaufen KI-basierte Personas Ihre Landing Page und identifizieren die psychologischen Barrieren, die verschiedene Entscheider-Typen am Konvertieren hindern.
Das Ergebnis: Nicht „Variante B hat 3% mehr Klicks”, sondern „Der CFO findet keine ROI-Berechnung und springt bei Sekunde 15 ab.”
So funktioniert die Buyer-Simulation →
Ein häufiges Missverständnis: Gutes Landingpage Design bedeutet „schön aussehen”. In Wahrheit bedeutet es: Die Entscheidung erleichtern.
Die wichtigsten Design-Prinzipien:
Der Blick des Besuchers muss geführt werden – von der Headline über die Kernbotschaft zum CTA. Alles, was davon ablenkt, schadet der Conversion.
Leerer Raum ist kein verschwendeter Platz. Er gibt dem Auge Orientierung und dem Content Gewicht. Überladene Seiten überfordern – besonders im B2B, wo die Botschaft komplex ist.
Wenn die Google-Anzeige „Kostenlose CRM-Demo” verspricht, muss die Landing Page exakt dieses Versprechen aufgreifen – in der Headline, im Bild und im CTA. Jede Abweichung kostet Vertrauen.
Auch im B2B wird mittlerweile 60%+ des Traffics über mobile Geräte generiert. Eine Landing Page, die auf dem Smartphone nicht funktioniert, verliert die Mehrheit ihrer Besucher.
Die Frage „Was ist eine gute Conversion Rate?” ist die falsche Frage. Trotzdem hier die Orientierungswerte:
| Branche / Typ | Durchschnittliche CR | Top 10% |
|---|---|---|
| B2B SaaS (Demo-Anfrage) | 2–5% | 8–12% |
| B2B Lead Gen (Whitepaper) | 5–15% | 20–30% |
| E-Commerce (Kauf) | 1–3% | 5–8% |
| Beratung (Kontaktanfrage) | 3–8% | 10–15% |
Wichtiger als der Benchmark: Verstehen Sie, warum Besucher nicht konvertieren. Eine Seite mit 2% Conversion Rate und klar identifizierten Blockern hat mehr Potenzial als eine mit 5%, bei der niemand weiß, was eigentlich wirkt.
Die Conversion Rate ist ein Symptom. Die Ursache liegt in der Passung zwischen Botschaft und Buyer-Psychologie.
Mehr dazu: Conversion Optimierung: Der B2B-Leitfaden
Gehen Sie diese Fragen durch – für jede, die Sie mit „Nein” beantworten, haben Sie einen potenziellen Conversion-Blocker:
Ergebnis:
Wenn Sie tiefere Insights wollen: Starten Sie eine kostenlose Diagnose – unsere Buyer-Simulation identifiziert die Blocker, die eine Checkliste nicht finden kann.
Eine Website besteht aus vielen Seiten mit Navigation und verschiedenen Zielen (informieren, verkaufen, Support bieten). Eine Landing Page ist eine einzelne, eigenständige Seite mit einem einzigen Conversion-Ziel – oft ohne Navigation, damit Besucher nicht abgelenkt werden.
Ja – besonders wenn Sie bezahlte Werbung schalten. Eine Landing Page, die exakt zur Anzeige passt, konvertiert deutlich besser als eine allgemeine Website-Seite. Für jeden Kampagnen-Typ sollte es eine eigene Landing Page geben.
Die Spanne ist groß: Von 0 EUR (Baukastensysteme wie Wix oder Carrd) über 500–2.000 EUR (Freelancer) bis zu 5.000–15.000 EUR (Agentur mit Strategie, Copywriting und Design). Entscheidend ist nicht der Preis, sondern ob die Seite bei Ihrer Zielgruppe funktioniert.
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Faustregel: Je höher der Preis und je komplexer das Angebot, desto länger die Seite. Eine Whitepaper-Download-Seite kann 300 Wörter haben. Eine Sales Page für eine 50.000-EUR-Software braucht möglicherweise 3.000+ Wörter.
Die wichtigsten Kennzahlen: Conversion Rate (Conversions / Besucher), Bounce Rate (Absprungrate), Time on Page (Verweildauer) und Scroll Depth (wie weit Besucher scrollen). Für B2B zusätzlich relevant: Lead Quality – nicht jeder Lead ist gleich wertvoll.
Klassische A/B-Tests brauchen viel Traffic. Alternativen: Heatmaps und Session-Recordings (z.B. Hotjar), moderierte User-Tests, oder KI-basierte Buyer-Simulation, die Ihre Seite aus der Perspektive verschiedener Entscheider-Typen analysiert – ohne Traffic-Abhängigkeit.
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